Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Systemischer Therapie und anderen Therapieformen?

In der Systemischen Therapie werden seelische Erkrankungen bzw. Symptome nicht als Erkrankungen eines Einzelnen, unabhängig von dessen Kontext und den sozialen Beziehungen, verstanden, sondern im Zusammenhang mit dem jeweiligen Systems (z.B. der Familie, Freunde, Arbeitskollegen) in das der Einzelne eingebettet ist, betrachtet. Die Aufgabe des Therapeuten ist es, den Patienten dabei zu unterstützen, seine Probleme und Schwierigkeiten, Konflikte und Gefühle sichtbar zu machen, und andere Perspektiven zu verstehen bzw. einnehmen zu können. Dies ermöglicht dem Patienten, alte Muster zu erkennen, und diese, auch unter Einbeziehung des Systems, neu zu bewerten bzw. andere Umgänge mit diesen zu finden. Dabei arbeitet die systemische Therapie mit vielen unterschiedlichen Methoden, bestimmten Fragetechniken, Rollenspielen, kreativen Techniken, Geschichten usw. Der Fokus liegt dabei auf den vorhandenen Ressourcen des Patienten und der Lösung seiner Schwierigkeiten und Konflikte. 

In der Psychoanalyse dagegen ist das Hauptanliegen, Verdrängtes bewusst zu machen. Die Psychoanalyse beschäftigt sich nicht mit dem aktuellen Problem des Patienten, sondern meist mit den verdrängten Konflikten aus der Kindheit, die das Leben des Patienten und dessen Umgang mit Situationen, sich selbst und Beziehungen unbewusst beeinflussen. Kranheitssymptome entstehen durch verschieden Abwehrmechanismen gegen die unbewussten Konflikte aus Kindheit und Jugend. Die verdrängten Konflikte sollen wieder ins Bewusstsein gelangen. 
Eine wichtige Technik dabei ist die Traumanalyse, sowie das freie Assoziieren und Aussprechen des Patienten von allem, was ihm durch den Kopf geht. Klassische Psychoanalyse ist ein Prozess, der oft über viele Jahre geht.
Eine Weiterentwicklung der Psychoanalyse ist die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie. Dabei liegt der Schwerpunkt der Behandlung liegt auf Konflikten und Entwicklungsstörungen aus der Vergangenheit, die in der aktuellen Lebenssituation des Patienten auftreten.  

Die Verhaltenstherapie umfasst alle therapeutischen Verfahren, die auf eine Veränderung des Verhaltens abzielen. Nach Ansicht der Verhaltenstherapeuten sind Verhaltensweisen (erwünschte wie unerwünschte) gelernt worden und gehorchen bestimmten Gesetzmäßigkeiten, die das Ausmaß des Lernens bestimmen. Mit bestimmten Techniken versuchen Verhaltenstherapeuten, unerwünschte Verhaltensweisen wieder zu verlernen. Unerwünschtes Verhalten kann abgebaut und erwünschtes aufgebaut werden. Verhaltenstherapeuten gehen davon aus, dass abweichendes Verhalten in der gleichen Weise erworben wird wie das "normale" Verhalten: durch einen Lernprozess. Der Begriff Verhalten beinhaltet alle Reaktionen, wie Handlungen, Gedanken und Gefühle, die durch das Lernen beeinflusst werden können. Ziel der Verhaltenstherapie ist das direkte Einwirken auf das unerwünschte Verhalten und nicht, wie bei der Psychoanalyse, auf die unbewussten, verdrängten Anteile des Patienten.
In die systemische Therapie fließen einige psychoanalytische und Verhaltenstherapeutische Ansätze mit ein.

Was passiert in einem Erstgespräch? 

Bei der systemischen Therapie oder Beratung können Sie telefonisch oder per Mail ein Erstgespräch vereinbaren, bei dem Sie die Möglichkeit haben, Ihr Thema für die Beratung zu schildern. Jede Therapie oder Beratung beginnt in meiner Praxis mit einer Auftrags- und Zielklärung. Dabei bekommen Sie die Gelegenheit, mich und meine Arbeitsweise kennenzulernen. Auf dieser Grundlage können Sie entscheiden, ob Sie sich eine Therapie oder Beratung in meiner Praxis wünschen.

Wie vereinbare ich einen Termin mit Ihnen?

Sie können mich telefonisch kontaktieren, ihr Anliegen schildern und direkt oder später einen Termin vereinbaren, oder mir über das Kontaktformular eine Anfrage für einen Termin senden.

Erreiche ich Sie immer telefonisch?

Nein. Befinde ich mich z.B. im Gespräch mit einem Patienten, kann ich in dieser Zeit nicht ans Telefon gehen. Sie können mich persönlich telefonisch immer montags oder mittwochs von 11.30 Uhr bis 12.00 Uhr erreichen. Zu anderen Zeiten können Sie gerne eine Nachricht auf meinen Anrufbeantworter sprechen, und ich rufe Sie in der Regel innerhalb von zwei Tagen zurück. 

Wie schnell vergeben Sie einen Termin?

In der Regel ist es möglich innerhalb der nächsten 2–3 Wochen nach Kontaktaufnahme einen Ersttermin zu erhalten. Die Folgetermine und deren Abstände vereinbaren wir je nach Sinn und Bedarf in gemeinsamer Absprache.

Bezahlt die Krankenkasse die Therapie bei Ihnen?

Die Leistungen der Praxis können teilweise von der PKV, der Beihilfe oder einer privaten Zusatzversicherung erstattet werden. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen leider keine Kosten.